André Czupala
Frankfurt am Main Seit 2010 im Beruf B.Sc. UX Design

Senior Product Designer

Ich entscheide nicht nach Geschmack.

Wer nach Geschmack entscheidet, verliert die Diskussion gegen den, der lauter ist. Stattdessen baue ich ein Regelwerk aus Text- und Designregeln, mit Prüfliste.

Woher das kommt

Angefangen hat das mit Widerspruch in Projekten. Der kam oft genug, nur ging es dabei selten um Fakten und meistens um Geschmack. Seitdem baue ich mir Prüfungen, die auf Fakten bestehen. Für ein Team heißt das: Accessibility ist Bedingung für die Freigabe, nicht Nacharbeit.

Drei Dinge kann ich, und für jedes gibt es unten den Beleg.

KI-gestützte Systeme

Ich baue Produktionsketten aus Regelwerk, Vorlagen und Prüfstufen. Früher habe ich Entwickler gebrieft, heute Modelle. Dieselbe Fähigkeit.

Seit 12/2025 In der Agentur

Eine Produktionskette für ganze Kampagnen

Aufgesetzt mit Claude Code. Das Regelwerk davor ist von Hand entstanden. Über eine Bedienoberfläche läuft die Produktion mit getrennten Freigaben für Text und Seite, abgestufter Selbständigkeit und einem Not-Aus.

Nicht gezeigt: die Rechte liegen beim Arbeitgeber. Beschrieben ist der Mechanismus.

Claude Code Regelwerk Freigabelogik Designsystem
2026, laufend Eigenes Projekt

Ein System, das mich beim Übertreiben erwischt

Der Inhalt steht in einer Quelldatei, Satz für Satz von mir. Pro Dokument wird daraus ausgewählt, nicht umformuliert: Die Auswahl nennt nur Kennungen. Dazu kommen Prüfprogramme, die einzelne Behauptungen gegen die Quelle halten, ohne zu wissen, was der Text erreichen soll. Sie dürfen melden und nichts reparieren. Einundzwanzig Prüfungen brechen den Bau ab, wenn eine Schriftgröße oder eine Farbe nicht aus dem Designsystem stammt.

Ergebnis: eine Prüfung vergleicht, was in der Quelle steht, mit dem, was im fertigen Dokument ankommt. So fiel auf, dass eine Angabe überall gepflegt war und nirgends gedruckt wurde.

Claude Code Prüfstufen Design Tokens Playwright

End-to-End-Produktdesign

Research, Konzept, Prototyp, Designsystem, Übergabe an die Entwicklung, Betreuung bis zum Livegang.

04/2022 bis 05/2023 GoTiger, Berlin

GoTiger App

Schnelllieferdienst für asiatische Lebensmittel

Ausgerollt in Berlin. Registrierung und Onboarding, Produktübersicht mit Filtern, Warenkorb und Lieferslot, dazu Rezepte, die Zutaten in den Warenkorb bringen, und ein Swipe-Spiel zur Rezeptfindung. Alles live gegangen.

Figma-Designsystem Prototyp Research Entwicklerbriefing
10/2024 bis 03/2025 Bachelorthesis

Filo

Zentrale Plattform, die Informationen aus Tools wie E-Mail, Kalender und Projektmanagement bündelt und priorisiert. Klickbarer Figma-Prototyp, dessen Zustände über 271 Variablen ohne Backend simuliert sind.

Ergebnis: evaluiert in moderierten Online-Sitzungen mit 23 Teilnehmenden, mit Think-Aloud, standardisiertem UEQ-S und offenen Fragen.

User Research Usability-Tests Figma-Variablen Informationsarchitektur
Ausserdem

colibre, Sommersemester 2022. Marke, Designsystem und interaktiver Prototyp einer Outdoor-App, Studienprojekt im Fach Brand Design. Verteilte als Erfahrenster im dreiköpfigen Team die Aufgaben nach Können und baute den Prototyp selbst. Prototyp ansehen Figma

Conversion und Geschäftsverständnis

Ich begründe Entwürfe gegen messbare Wirkung, inklusive Text.

Das Fundament seit 2010, Conversion-Praxis seit Dezember 2025.

2026 In der Agentur

Kürzere Überschriften

Ein Vorschlag, der sich widerlegen lässt

Für eine Landingpage habe ich eine gekürzte Fassung der Überschriften vorgelegt und schriftlich gegen den Forschungsstand begründet: Leseanteil, Verweildauer, F-Muster beim Scannen und die gesunkene Aufmerksamkeitsspanne, mit Quellen belegt. Dazu schlug ich vor, beide Fassungen gegeneinander laufen zu lassen und die Anfragen zu zählen.

Landingpages UX-Writing A/B-Test

Was ich verworfen habe

Drei Typografie-Entwürfe für den Lebenslauf, nebeneinander gerendert. Alle drei verworfen: Es war dieselbe einspaltige Liste in drei Kostümen.

Ein zweispaltiges Layout. Sechs von zwölf Belegen landeten beim falschen Arbeitgeber, weil der Browser erst alle Kopfzeilen zeichnet und danach den Inhalt. Ein Programm, das Lebensläufe ausliest, folgt dieser Reihenfolge.

Ein Anschreiben, das jede Regel erfüllte und sich trotzdem maschinell las. Der Grund war nicht die Satzlänge. Er lag darin, wie wenig die Satzlängen streuten.

Farbe als alleiniges Unterscheidungsmerkmal. In Graustufen gemessen ist der Akzent von Grautext nicht zu unterscheiden, und Firmen drucken schwarzweiß. Die Farbe blieb, bekam aber überall zusätzlich Gewicht.

Kontakt

Auch diese Seite ist so gebaut. Jeder Satz hier hat eine Quelle in einer Datei, und eine Prüfung meldet, wenn die Quelle fehlt.